Schweinegrippe – It’s Payback Time

Schweinegrippe - Its Paypack Time

Schweinegrippe - It's Paypack Time!

 

Gesehen in Wien am Donaukanal.

Dreibergetour im Novembernebel

Lindkogel im Nebel

Lindkogel im Nebel

Man soll dem Wetterfrosch nicht glauben, wenn er Ende November großspurig behauptet, der Nebel in den Niederungen würde sich in den Berglagen lichten. Oder zumindest nachfragen, ab welcher Seehöhe die Sonne durchbricht.

Jedenfalls stand heute eine Dreibergetour auf dem Sonntagskalender: Von Bad Vöslau über den Harzberg, den Sooßer Lindkogel und den Hohen Lindkogel runter nach Baden. Sechs Stunden reine Gehzeit, davon fünf Stunden 45 Minuten in dichtem Nebel, aus dem sich 20 Meter vor mir Mountainbiker schälen, die mit einem Wahnsinnszunder die steinigen Wege runterbretteln.

Nur am 847 Meter hohen Hohen Lindkogel (klingt komisch, ist aber so) ragte die Spitze aus dem Meer der Wolken – Bilder davon gibt’s hier, einen Bericht hier.

Wie wahr, wie wahr …

Dilbert.com

Generation Superpraktikum 2 – The Internet Strikes Back

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die misslungene Suche der ÖVP nach dem Superpraktikanten parodiert wird.

Die ersten stießen sich nur an der nicht gegenderten Form der Ausschreibung: „Bist du Österreichs Vizekanzler? Echt? Das ist super. Du musst dich nämlich weder an Gesetze halten noch mit guten Beispiel vorangehen.“ Die Hoffnung der Gestalter der Site superpraktikantin.at: „Maximal 1509 Tage bis zum Ende der Regierungsphase“.

Als zweite Satiriker gingen die Audimax-Besetzer ans Werk: Sie suchen die Superwissenschaftsministerin. „Bist du Österreichs SuperwissenschaftsministerIn? Du willst den am wenigsten begehrten Job des Landes? Du willst in die faszinierende Welt der Bildungspolitik eintauchen? Du willst eine Woche an der Seite von Studierenden im Audimax verbringen?“ Im internen Ranking auf der Seite ist Chuck Norris ganz vorn dabei.

Suchtzucht

Ein voller Aschenbecher, eine Überwachungskamera, zwei Barhocker und zwei Spielautomaten: kein Vergleich mit dem Reiz eines echten Casinos. Und doch wird mit dem kleinen Glücksspiel in halbdunklen Minicasinos wie jenem in der Wiener Taborstraße ein Millionen-Umsatz gemacht. Mit 50-Cent-Stücken.

Nach Berichten in diesem Monatsblatt und dieser Tageszeitung hat mich die Neugierde gepackt: ein Selbstversuch mit Spielautomaten. Dabei ist der Reiz auf den ersten Blick nicht erkennbar: Das zwei mal eineinhalb Meter große Zimmer hat die Atmosphäre einer Abstellkammer, mühselig müssen einzelne 50-Cent-Stücke eingeworfen werden, die Gewinnchancen sind verschwindend, die einzigen Verbindungen zur Außenwelt sind die Überwachungskamera und eine Klingel, mit der man einen Kellner rufen kann. Völlige Isolation – rund um die Uhr frei zugänglich. Keine Öffnungszeiten. Keine Kontrolle durch Angestellte oder andere Gäste. Kein Tageslicht.

Das macht die Gefahr dieser Zockerhöhlen aus: Einfach eintauchen in eine Parallelwelt voll grellblinkender Lichter und schrillmonotoner Dudelmusik, wo Zeit keine Bedeutung, Geld keinen Wert und Spiel keine Kontrolle hat – die perfekte Suchtzucht. Und das Geschäft mit dieser Spielsucht hat der Staat zum Teil an private Firmen abgetreten, die bessere Zahlen erwirtschaften, je mehr Süchtige es gibt …

Spreng den Rahmen!

Grandiose Idee, hervorragende Umsetzung – Franz Ferdinand „Can’t Stop Feeling“:

Welt Ade – jetzt erst recht!

Das Internet macht’s möglich – mit Verspätung habe ich die Premiere der neuen Ö1-Sendung „Welt Ahoi“ gehört. Im Vorfeld hab ich noch befürchtet, dass allein Hosea Ratschiller das Niveau nach unten ziehen wird – ich wurde eines Besseren belehrt: Alle fünf beteiligten Kabarettisten verwechseln offenbar Provokation mit Humor. Zumindest die Provokation ist ihnen gelungen.

Darüber freut sich der scheidende Ö1-Chef Alfred Treiber offen – das sei ihm unbenommen. Ob er mit derartigen formaten den gewünschten Hörer-Transfer von FM4 zu Ö1 zustande bringen wird, erscheint mir fraglich. Denn bei dem laut Eigendefintion Jugendsender FM4 mit den gealterten Chefitäten (Monika Eigensperger ist 50, Martin Blumenau 49) sind Liebhaber des Brachial-Humors besser aufgehoben.

Generation Superpraktikum

In der Politik sollte es darum gehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und entsprechende Signale zu setzen – sollte. Denn was die Österreichische Volkspartei derzeit als „junge Kampagne“ zu verkaufen sucht, schlägt dem Fass den Boden aus: Die Partei sucht den „Superpraktikanten“, der eine Woche unbezahlt (!!!) für die Partei hackeln soll. Hallo, geht’s noch?

Schon mal was von der Generation Praktikum gehört? Dass Tausende gut ausgebildete junge Leute unbezahlte Praktika machen müssen, weil es keine Arbeitsplätze für sie gibt? Weil sie von der Wirtschaft und vom Sozialwesen als billige Arbeitskräfte missbraucht und bei der ersten Gelegenheit rausgeworfen werden? Dass sie dadurch Lebenszeit verlieren und verspätet eine soziale Absicherung (Arbeitslose und Pension) kriegen?

Die ÖVP findet die Situaton wohl auch noch lustig, so wie sie die Kampagne verkauft. Die Idee sei „genial, toll, extrem spannend“, sagt Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP). Vielleicht passt es ja ganz einfach zur Linie der Partei. Aber dann soll sie sich auch bitte nicht christlich-sozial nennen, sondern schlicht und wahrheitsgemäß wirtschaftsliberal.

Seelenschmeichler

Bauchpinseln online gibt’s hier.

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Halloween in den Zeiten von Obama

Erst hat er die Welt gerettet, dann den Friedensnobelpreis eingeheimst, nun soll er auch noch Halloween retten: US-Präsident Barack Obama geht unter die Vampire – entweder als „Barakula“ als Blutsauger oder als „Barackula“ in einem Musical (!!!) als Vampirjäger.

The Horror, the Horror!

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