Die Taborstraße auf dem Weg zur Nummer eins

An Wiens zweitnervigster Kreuzung tut sich was. Nicht etwa, dass etwas gegen die langen Ampelwartzezeiten für die Fußgänger an der Ecke Taborstraße / Obere Augartenstraße getan würde, über die sich die meisten beim Online-Voting der Stadt Wien beschwert hätten. Aber die Konsumwelt hält Einzug.

Der Konzertkristall der Sängerknaben am Augartenspitz feiert Dachgleiche

Konzertkristall der Sängerknaben

Drei Jahre nach der Eröffnung der U2-Station Taborstraße feiern die Sängerknaben am nahen Augartenspitz Dachgleiche bei ihrem Konzertkristall. Bis Ende 2012 soll der Musiksaal mit seinen 380 Sitzplätzen fertiggestellt sein, und am Rohbau lässt sich schon erkennen, dass das Bauwerk zu den barocken Gebäuden des Augartenspitzes und den Gründerzeithäusern der Umgebung passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

An der zweitnervigsten Kreuzung Wiens eröffnet ein McDonald's

McDonald's an der zweitnervigsten Kreuzung Wiens

Da fügt es sich perfekt ins Gesamtbild, dass nur 20 Meter weiter, direkt bei der U-Bahnstation Taborstraße, noch heuer im Dezember eine McDonald’s-Filiale eröffnet wird. Wie die Fastfood-Kette mit Toni Mörwalds „Haubenküche“-Luxusburgern beweist, liegt ihr so wie den Sängerknaben viel an dem, was sie für österreichische Kultur halten: ein massentauglicher, leicht verdaulicher Einheitsbrei.

Die Massen werden dennoch kommen. Und mit dem zu erwartenden Urlauberbus-Verkehr und den aus der U-Bahnstation steigenden desorientierten Touristen dürfte der Taborstraße bei der nächsten Wahl Platz eins als nervigste Kreuzung Wiens gewiss sein.

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Eine Antwort zu Die Taborstraße auf dem Weg zur Nummer eins

  1. Friedrich Hochmann schreibt:

    Bitte wer hat sich denn in der Leopoldstadt etwas anderes als ein Verkehrs(planungs)chaos erwartet. Unser lieber Herr BV Kubik, der sich bisher in Verkehrssachen nie durchsetzen konnte („der 21er bleibt auch nach der U2 Verlängerung) und jede Entwicklung im Bezirk, die einzig auf dem Rücken höchst belasteter Bürger, wie den Anrainern des Handelskais ausgeht, wie das 4/2, die Marinacity und die WU freudigst beklatscht, aber dem absolut nichts zur Begrenzung der Belastung der Anrainer einfällt und der sich sogar gegen so einfache Dinge, wie einen Haltestreifen vor den Häusern Handelskai 300 und 300A vehement ausspricht, weil er das halt nicht will (lt. Aussage einer Redakteurin der „Krone“) dürfte dafür garantieren, dass nichts gegen eine schlechte Entwicklung geschieht. Dazu kommt noch der Herr GMR Hora, für de in den Auswirkungen zwischen einer Parkspur und einer Abbiegespur kein Unterschied besteht (www.handelskai.kilu.de/verbreiterung Handelskai). Wer solche Planer hat, den kann auch ein Chaos nicht erschüttern.

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