Robo-Strache und die Nazi-Zombies

Mr. X

Mr. X

Uijegerl! Da hat jemand die hohe Kunst des politischen Gegenschlags auf das Niveau des kindischen „Selber!“ reduziert: Nach den unsäglichen FPÖ-„Sagen aus Wien“ lässt die SPÖ im Comic „Mr. X“ den Titelhelden gemeinsam mit  Bürgermeister Häupl gegen Nazi-Zombies („untote Relikte einer längst vergangenen Zeit“) und einen dank „Pulverschnee“ ferngesteuerten „C. H. Heinrich“-Roboter a.k.a. H.C. antreten. Kapow, Oida!

Optisch ist die „Sin City“-Ästhetik des Comics durchaus gelungen, was man von der Geschichte nicht behaupten kann:  Eine Handlung ist nicht erkennbar, und die Botschaft beschränkt sich auf „Zurück in den Keller, Nazis!“ Handkantenschläge und Fußtritte, ein Bösewicht namens „Kackl“ (alias Kickl) als Strippenzieher im Hintergrund – die Unterschiede zu den viel kritisierten Zeichnungen in den „Sagen aus Wien“ sind kaum erkennbar.

Prinzipiell ist es ja zu begrüßen, wenn neue Wege der politischen Meinungsvermittlung wie Rap, Comic und Co. nicht nur von der FPÖ beschritten werden. Traurig aber, wenn sich die regierende Partei auf das Radau-Niveau einer verzweifelten Oppositionspartei herablässt. Aber an einer anspruchsvollen Antwort auf die FPÖ-Wahlwerbung sind schon größere Kaliber wie der Karikaturist Gerhard Haderer mit seinen Kotz- und Gacki-Comics für Häupl gescheitert.

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