Das Gfrett mit den falschen Zwillingen

13 genetische Zwillinge und ein Namensvetter bedrohen meinen Ruf: Wenn zum Beispiel der Namenskollege von den Oberösterreichischen Nachrichten einen Lavendel schreibt, dann werde ich blöd darauf angesprochen.

Manche erwischt es aber noch viel schlimmer, zum Beispiel die zwei Lucia R.s: Die eine – eine slowakische Prostituierte – wurde vergangene Woche in Wien ermordet. Die andere – eine zufällige Namensbase – musste ihr Gesicht in allen österreichischen Krawallblattln (Österreich, Krone, Heute, Kurier) bei den Artikeln über den Mordfall sehen, obwohl sie mit dem Opfer nichts zu tun hat. Die Zeitungen hatten schlicht und einfach von der Facebook-Seite des vermeintlichen Opfers ein Bild geklaut. Nun will sie die Zeitungen klagen und hat dabei gar keine schlechten Aussichten.

Was kann man also machen, um nicht selbst mal als tote Prostituierte in der Zeitung abgebildet zu werden? a) Beliebte Vornamen wie Lukas und Sarah ablegen und sich stattdessen „Ndnda“ oder „Der Unkaputtbare Kronk“ nennen. b) Die Privacy Settings bei Facebook auf Zero-Transparenz einstellen. c) Selber derjenige sein, der den Ruf der Namensvetter und -basen ruiniert.

Nachtrag vom 5. Jänner 2011: Die Zeitung „Österreich“ ist zu eine Entschädigung in der Höhe von 20.000 Euro verurteilt worden, mit dem „Kurier“ hat sich die Lucia R. außergerichtlich geeinigt.

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