Comic-Duell des Schreckens

Integratia vs. Strache

Integratia vs. HC-Man

Erinnert sich noch wer an den HC Strache-Comic, der zur EU-Wahl 2009 an Jugendliche verteilt wurde? HC-Man rettet den „Blauen Planeten“ vor den bösen Eurokraten – ein Kleinod unter den Brechmitteln politischer Werbung.

Jetzt ist auch die politische Gegenseite (von FPÖ-Anhängern gern „Liligum“ – Linkslinke Gutmenschen – genannt) draufgekommen, dass sich politische Botschaften gut per Comics vermitteln lassen: Der Österreichische Integrationsfonds stellt die Heldin „Integratia“ vor. Eine multikulturelle Clique gibt Tipps zur gelungenen (no na) Integration, und Integratia mit ihren Superkräften schwingt den moralischen Vorschlaghammer.

Das Duell endet mit einem glatten Unentschieden: Während HC-Man besser gezeichnet ist und seine Botschaft nicht ganz so unprofessionell frontal vermittelt wird, löst Integratia zumindest keine Hirnkrämpfe, sondern nur Langeweile aus.

Bin gespannt, welcher Comic-Helden demnächst als Träger seiner politischen Botschaften herhalten muss: Super-Kardinal? Captain ÖAAB? Pensionsvorsorge-Man?

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6 Antworten zu Comic-Duell des Schreckens

  1. Elisa schreibt:

    Meine Nachhilfeschülerin, österreich. Staatsbürgerin, aber ihre Eltern stammen aus Ägypten, hat damals auch per Post den HC-Comic-Mann erhalten, da sie damals erstmals zur Wahl gehen durfte. Unsere Diskussion darüber dauerte nicht lange – wir waren uns sehr schnell einig, was wir vom Inhalt denken.

    Von Seiten des Integrationsfonds scheint man beim Comic wohl bemüht gewesen zu sein, doch bei der Umsetzung hatten sie nicht die besten Berater, wie mir scheint. Schade.

  2. belicht schreibt:

    Die „Mutter“ von Integratia, die Zeichnerin Teresa Iglseder, hat offenbar keine Comic-Erfahrung, wie man auf ihrer Homepage (http://teresa.d-sign.at/) sehen kann – daher auch das mangelnde Gespür für die Dramaturgie der Bilder und der Erzählung. Bessere (oder zumindest irgendwelche) Berater hätten da wirklich nicht geschadet. Eine vergebene Chance.

  3. Elisa schreibt:

    Gehöre zwar zur überdurchschnittlich auditiv-orientierten Sorte von Menschen, aber die Ästhetik überzeugt mich auch nicht. Ein Comic dieser Art ist dann womöglich sogar kontraproduktiv. Teilweise liest es sich auch belehrend – das hat man in dem Alter ja besonders gern.

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