Generation Superpraktikum

In der Politik sollte es darum gehen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und entsprechende Signale zu setzen – sollte. Denn was die Österreichische Volkspartei derzeit als „junge Kampagne“ zu verkaufen sucht, schlägt dem Fass den Boden aus: Die Partei sucht den „Superpraktikanten“, der eine Woche unbezahlt (!!!) für die Partei hackeln soll. Hallo, geht’s noch?

Schon mal was von der Generation Praktikum gehört? Dass Tausende gut ausgebildete junge Leute unbezahlte Praktika machen müssen, weil es keine Arbeitsplätze für sie gibt? Weil sie von der Wirtschaft und vom Sozialwesen als billige Arbeitskräfte missbraucht und bei der ersten Gelegenheit rausgeworfen werden? Dass sie dadurch Lebenszeit verlieren und verspätet eine soziale Absicherung (Arbeitslose und Pension) kriegen?

Die ÖVP findet die Situaton wohl auch noch lustig, so wie sie die Kampagne verkauft. Die Idee sei „genial, toll, extrem spannend“, sagt Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP). Vielleicht passt es ja ganz einfach zur Linie der Partei. Aber dann soll sie sich auch bitte nicht christlich-sozial nennen, sondern schlicht und wahrheitsgemäß wirtschaftsliberal.

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3 Antworten zu Generation Superpraktikum

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